Mi cumple

Mi cumple

Jetzt, mehr als zwei Wochen später, möchte ich auch mal gerne die Gelegenheit nutzen, um euch von meinem Geburtstag zu berichten.

Ich hatte keinen großen Hoffnungen an den Tag, um ehrlich zu sein. Ich hatte kurz vorher mein Handy verloren, das Paket, dass meine Kreditkarte enthielt, war seit über einem Monat in Buenos Aires beim Zoll. Ich wollte eine Feier machen, aber wollte niemanden nicht einladen, also hatte ich entschieden das Ganze einfach zu lassen. Und dann hatte ih am Dienstag zuvor noch Tango, aber weil niemand sonst gekommen ist, hatte ich alleine Unterricht, das hat meine Stimmung nicht unbedingt gehoben.

Dann kam mein Geburtstag. Ich war schon im Bett (erschöpft von der Tango-Katastrophe), als meine Familie reinkam und mir zum Geburtstag gratuliert hat. Es gab falsche-Blütenblätter-Konfetti und eins Tröte. Geschenkt haben sie mir einen Rucksack, der in einer anderen Provinz von Argentinien von den Ureinwohnern hergestellt wird, und eine kleine schwarz-weiße Katze, die wir Lola getauft haben (es gibt hier wohl eine ‘la vaca lola’, also ‘die Kuh Lola’ und erst wollten meine Schwestern, dass sie vaca, also Kuh heißt, aber wir haben uns dann für Lola entschieden). Definitiv zwei der coolsten Geburtstaggeschenke, die ich je bekommen habe.

Der Morgen fing damit an, dass ich ein weiteres unerwartetes Geschenk bekommen habe. Es war zwar ein bisschen schwierig, wir waren den ganzen Morgen damit beschäftigt das Paket abzuholen, weil der Prozess irgendwie ein bisschen kompliziert ist, und ich dachte auch es wäre das Paket meiner Eltern, dass wir noch beim Zoll vermutet hatten, aber ich hatte tatsächlich ein Paket meiner Freundinnen (🍀❤).

(Das Paket mit der Kreditkarte kam übrigens an dem Tag danach, ohne, dass wir irgendwas machen mussten, direkt zu uns nach Hause.)

Danach habe ich noch ein bisschen nach Hause telefoniert (;p) und dann musste ich zur Schule. In der Schule war ich glücklicherweise zu spät, so dass ich das Vortreten bei der Ansprache verpasst habe. (Vor dem Unterricht beten wir, also ich nicht, aber die Anderen, weil ich auf eine katholische Privatschule gehe, und dann fragt die Direktorin, wer Geburtstag hat, und dann muss man zu ihr hingehen und seinen Namen und sein Alter in das Mikro sagen). Das musste ich dann leider am nächsten Tag nachholen, was dadurch irgendwie noch peinlicher war. Danach hat meine Klasse für mich gesungen.

Erstmal ist nicht viel mehr passiert, bis ich nach dem dritten Block in der Pause unten war. Ich war mit drei meiner Freundinnen zusammen, und als wir uns zum Flagge herunterlassen aufgestellt haben, meinten sie wir stellen uns einfach unten mit hin, weil oben sowieso niemand rauskommt, um sich aufzustellen. Da dachte ich nur, dass es ein bisschen ungewöhnlich war aber nicht mehr. Im Nachhinein war das super merkwürdig. Danach sind wir zum Klassenraum zurückgekehrt, und als ich reingegangen bin, war meine ganze Klasse versammelt, meine beiden älteren Schwestern waren da, es gab zwei Kuchen, zwanzig Smartphones, die mich gefilmt haben und ein Plakat ‘FELIZ CUMPLE KIRI’.

Ich bin immer noch sehr berührt von der Geste, und sehr dankbar, dass sowohl meine Klasse, als auch meine Familie sich so gut um mich kümmern.

Abends hatte ich dann noch eine kleine Feier in unserem Innenhof mit meiner Familie (meine ursprüngliche Gastfamilie, meine Ersatzgastfamilie, meine Gastoma, der Nachbarin (Valentina)) und einigen meiner Klassenkameraden (die ich zum Glück nicht einladen musste. Nach dem Essen haben wir Verstecken mit Freitippen auf der Straße gespielt und ich habe den Chihuahua und die Katze rumgereicht.

Hier noch die Fotos:

Ich, glücklich, mit dem Kuchen, den meine Freundinnen für mich gemacht haben.

Der Kuchen meiner Schwestern.

Hier mit meinen Freunden in unserem Innenhof.

Selene, meine Geschenke und ich in meinem Bett kurz nach Mitternacht.

Mit allen meinen argentinischen Schwestern, meiner Katze und meinem Rucksack in meinem Bett.

Mit meiner allerkleinsten Schwester bei meiner Feier.

Meine ganze Familie auf meiner Feier.

Meine andere Familie (bei der ich während dem Urlaub meiner eigentlichen Familie gewohnt habe) auf meiner Feier.

Meine Schwestern und ich in meinem Klassenzimmer, das vormittags übrigens Iaras Klassenzimmer ist, nach der Überraschung.

So sah ich ungefähr 20 Minuten aus, vor lauter Überraschung und Freude.

Mit meiner Klasse in unserem Klassenzimmer.

Die Mädchen aus meiner Klasse und ich in unserem Klassenzimmer nach der Überraschung. (Ach ja, und Marco)

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