Aside

Mit Reisen habe ich hier irgendwie nicht besonders viel Glück. Erst hat die Reise nach Mexiko für mich nicht funktioniert, dann gab es eine Reise nach Buenos Aires mit YFU, die nicht stattgefunden hat und jetzt ist die Reise nach Buenos Aires und eine andere Reise nach Bariloche (im Süden von Argentinien) genau in dem Zeitraum, in dem meine Gastfamilie nach Brasilien fährt.

einer dieser letzten Tage

einer dieser letzten Tage

Freitag:
Mit Freitag sind wir auch schon beim letzten Tag meiner Reise angekommen. Nach dem Früstück haben wir uns in die Busse gesetzt und sind zu Las Marias gefahren. Las Marias ist der größte Hersteller für yerba mate weltweit. Seit über hundert Jahren produziert man dort yerba mate, also die Teeblätter für die absolute Grundessenz des Daseins eines Argentiniers. Wirklich, es amüsiert mich immer wieder zu sehen, wie sie den ganzen Tag ihre Thermoskannen oder Terere-Behälter und ihre Becher mit sich rumschleppen, an alle möglichen Orte. Mein Tangolehrer, zum Beispiel, trinkt während dem Unterricht die ganze Zeit Mate, steht immer da mit seinem Becher in der Hand und erklärt und macht vor. Manchmal hat er in einer Hand den Becher und mit der anderen hält er seine Partnerin fest. Und die Teeblätter dafür werden vorallem in Corrientes in den Marias produziert. Corrientes ist, wie ich ja bereits erwähnt hatte eine Nachbarprovinz von Chaco. Las Marias ist quasi “die” Industrie für yerba mate. Aber im Grunde ist es sogar noch viel mehr, als nur eine >Industrie, es ist gleichzeitig das zu Hause der Mitarbeiter. Es gibt Häuser, eine Schule, sogar ein System für die medizinische Versorgung, und eine Club für verschiedene Sportarten. Savon haben wir natürlich nichts gesehen. Man hat uns hauptsächlich gezeigt, wie das ganze angebaut wird, und ein Labor, indem die Qualität des yerba getestet wird.
Danach haben wir nur noch gegessen und uns auf den Heimweg gemacht.

Es war eine sehr gelungene Reise, auf der ich viel Spaß hatte und Argentinien in vielen Aspekten besser kennengelernt habe. Mit meinen Klassenkameraden bin ich enger zusammengewachsen, und ich bin mehr als dankbar, dass sie jetzt ein Teil meines Lebens sind.

(Falls euch meine Informationen jetzt ein bisschen dünn vorkamen, stellt mir eure Fragen: Kirima@hotmail,de oder eben die Kommentare)

einer dieser dritten Tagen

einer dieser dritten Tagen

Donnerstag:

Donnerstag haben wir zuerst einen Halt am tripartido gemacht, die Stelle, an der der Fluß das Land in drei Ufer teilt, und jedes Ufer zu einem anderem Land gehört. Das Bild dazu in meiner Galerie wurde auf argentinischer Seite aufgenommen, rechts ist Brasilien und links ist Paraguay. Obwohl es nur ein kurzer Stopp war, war es ziemlich cool. Der zweite Teil des Tages war ein Besuch im Güira oga, das gleichzeitig ein Tierpark und eine Auffangsation für die heimischen Vögel- und Affenarten ist. Tiere, die angefahren und verletzt werden, werden dort wieder aufgepäppelt, und, wer danach nicht mehr alleine überleben kann, bleibt eben. Es gab Vögel in allen möglichen Farben, die haben mir sehr gut gefallen. Und ich habe sogar, außerhalb eines Geheges einen Kolibri gesehen, was ich möglicherweise schon erzählt habe (?). Das war jedenfalls sehr interessant und prinzipiell würde ich uns in Deutschland auf wünschen, dass ab und zu ein Tukan oder sowas vorbeifliegt. Da hat man gleich viel bessere Laune. Danach sind wir zu San Ingnacio gefahren. San Ignacio sind Ruinen einer von Jesuiten erbauten Siedlung aus dem Jahr 1669, die dazu diente die Guarani zu missionieren. Nachdem die Jesuiten von den Spaniern vertrieben wurden, verließen auch die Guarani die Siedlung und sie blieb verlassen. Heute gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Was mich dort am meisten fasziniert hat, war eine Säule innerhalb eines Baumes. Der Baum ist einfach um die Säule drumherum gewachsen. Der letzte Teil an diesem Tag und der vorletzte Teil der Reise war Posadas, die Hauptstadt der Provinz Misiones. Dort haben wir zu Abend gegessen und auch übernachtet.

einer dieser zweiten Tagen

einer dieser zweiten Tagen

Ich schulde euch noch den Bericht über meine Klassenfahrt. Diesen möchte ich gern mit einem Zitat eines römischen Geschichtsschreibers mit dem Namen Titus Livius einleiten:

Besser spät, als nie.

Mittwoch 26. September 2018 (wow fast einen Monat zu spät)
Der erste Programmpunkt Mittwochmorgen war Aripuca. Ich gebe zu, dass ich da hauptsächlich geschlafen und nicht unbedingt so viel mitbekommen habe, aber für ein bisschen reicht es zum Glück noch. Das Herzstück des Aripuca seht ihr in meiner (folgenden) Galerie, es ist eine aus verschiedenen Baumsorten und viel größer nachgebaute Falle der Guarani, der Ureinwohner von Misiones. Die Stämme wurden nicht extra dafür gefällt, sondern man hat bereits tote Bäume genommen, weil man mit Aripuca vor allem auf die Abholzung des Regenwalds aufmerksam machen und Bewusstsein für natürliche Ressourcen schaffen will. Meiner Meinung nach ein sehr schönes Projekt.
Man hat uns auch über die verschieden Baumsorten informiert, aber da habe ich nicht ganz so aktiv zugehört.
Danach sind wir weitergefahren nach foz de Iguazu, einer Stadt im Süden von Brasilien, nahe der Wasserfälle, mehr als Mittag zu essen haben wir dort allerdings nicht gemacht. Es gab Asado, also gegrilltes Fleisch, wie übrigens auch an allen anderen Tagen zum Mittagessen. Dann sind wir weiter nach Paraguay. In die ciduad del este, die zweitgrößte Stadt Paraguays, dort haben wir eine Führung durch Itaipu bekommen, eine Firma, die Strom aus dem Iguazú gewinnt, also dem Fluss, der zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinien verläuft und dessen Wasserfälle wir am Vortag besucht hatten. Die Firma liegt zwischen Paraguay und Brasilien, Argentinien wird da ein bisschen ausgeschlossen, und versorgt beide Länder zu fast gleichen Teilen mit Strom. Der ganze Staudamm ist sehr beeindruckend, gigantisch. Mit dem Eisen und Stahl, das verwendet wurde, könnte man den Eiffelturm ganze 380 Mal nachbilden, und der Beton würde für 210 Fußballstadien reichen. Über 40 000 Menschen haben bei dem Bau mitgewirkt und der Damm ist insgesamt mehr als 7 Kilometer lang.
Der letzte Programmpunkt war ein duty free shop ebenfalls in Paraguay, indem sich meine Klassenkameraden hauptsächlich total überteuerte europäische Süßigkeiten gekauft haben (ein großes Glas Nutella 12 USD, eine Packung Kinderriegel 6 USD). Dann sind wir zum Hotel zurückgekehrt. Im Hotel gab es dann noch eine kleine Disko, und irgendwann haben wir auch geschlafen, war natürlich wieder ziemlich wenig.

Die Bilder und auch die Berichte zu Donnerstag und Freitag folgen. ❤

Bis bald!
Basilika ❤ ❤ ❤